Der Einachsanhänger:

Nachdem die Geschichte mit dem Zweiachsanhänger nicht ganz so wie gewünscht verlaufen war, hatte ich mir eigentlich geschworen, daß ich mir keinen Anhänger mehr kaufen würde.
Aber wie so häufig kam es mal wieder anders, als geplant. Die VEBEG kann irgendwie süchtig machen, und wenn es darum geht, bin ich bekennender Yunkie...
Da rein zufällig in Darmstadt ein kleiner alter THW-Anhänger im Angebot war, konnte ich mich mal wieder schwer zurückhalten. Also hab ich das Ding spontan besichtigt. Sah ganz brauchbar aus, wenn man bedenkt, daß das Ding schon über 40 Jahre durch die Welt gezogen wird. Die Reifen waren auch fast neu.
Also hab ich mal wieder mitgeboten, und siehe da, zwei Tage später hatte ich Post von der Vebeg und war also mal wieder stolzer Eigentümer eines weiteren überflüssigen Männerspielzeuges. Ich fürchte fast, es wird nicht das letzte Fahrzeug gewesen sein, daß ich mir bei der Vebeg ersteigere....

Abgeholt war der Anhänger eigentlich recht schnell. Wenn man mal davon absieht, daß es bei Anhängersteckern und -dosen doch erstaunlich viele inkompatible Varianten gibt. Aber der Fahrzeugwart des THW drückte mir einen passenden Stecker in die Hand, eben im Austausch gegen den montierten. An der Stelle ist dann die Elektrik völlig aus dem Ruder gelaufen. Entweder der alte Stecker war fehlerhaft verdrahtet, oder ich hab irgendwo einige Kabel verdreht. Aber da bin ich mir eigentlich hundertprozentig sicher, daß ich keinen Fehler gemacht habe.
Wie dem auch sei, im Ergebnis blinkte der Anhänger nachher mit dem rechten Bremslicht nach links, bremste mit dem linken Blinker, und das Rücklicht lynchte die Sicherung des ziehenden LKW's.
In Ermangelnung von einem Stromprüfer und nahe an der Verzweiflung holte ich mir Jörg zur Hilfe. Zusammen analysierten wir dann die Elektrik und verkabelten den Stecker neu. Erfolgreich!



Auf dem Weg nach Hause machte ich noch direkt einen Abstecker zur DEKRA, um mal testen zu lassen, ob und was zu machen wäre. Zwar war die Bremswirkung nicht gerade berauschend, aber eben ausreichend. Auf die Weise erhielt der Anhänger erstaulicherweise gleich seine Plakette verpasst. Also konnte ich ihn kurz darauf schon anmelden.



Aber wie oben schon angedeutet hatte ich weder Platz noch wirklichen Bedarf für einen Anhänger, also habe ich ihn genau wie den ersten Anhänger wieder verkaufen müssen. Ein netter Mensch aus dem Nachbarort fährt ihn jetzt hinter seinem 406er Unimog.


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